“Herzöffner” – ein schöner, fast poetischer Begriff für die Mobilisierung der Wirbelsäule. 

Herzöffner bedeutet, dass wir die Wirbelsäule nach hinten bewegen und den Brustraum weiten. Eine Bewegung in eine Richtung, die uns oft ungewohnt erscheint, sich beinahe falsch anfühlt aber dennoch sehr positive und wohltuende Auswirkungen haben kann. Anatomisch gesehen wird die Brust-, Schulter-, Lenden- und Oberschenkelmuskulatur gedehnt und gleichzeitig die Rückenmuskulatur gekräftigt und damit die Haltung verbessert.

Die Wirbelsäule ist von Natur aus sehr beweglich. Wir können sie zu beiden Seiten neigen, nach rechts und links drehen, komplett strecken, nach vorne und nach sogar hinten beugen. Leider vergessen wir viele dieser Bewegungsmöglichkeiten sehr oft und bewegen uns nicht in alle Richtungen, so dass sich die Flexibilität der unbewegten Wirbelsäule langsam aber sicher reduziert. Obwohl… im Alltag lehnen wir uns bestimmt oft und gerne nach hinten aber landen dann aber eher mit dem Rücken an einer Stuhllehne als in einer Rückbeuge.

Dabei haben herzöffnende Übungen noch einen wunderbaren Nebeneffekt. Sie können dabei helfen, negative Emotionen, die sich im Herzbereich angesammelt haben, los zu lassen (zum Beispiel Traurigkeit, Angst, Wut) und dafür positive Gefühle wie Freude und Vertrauen an die Oberfläche zu holen und zu verstärken.

Ein Yogawheel bietet die Möglichkeit, Haltungen, die das Herz öffnen, zu unterstützen. Die Bewegung erfolgt passiv, so dass man sich ganz sanft an die Rückbeuge annähert. Wenn man sich unverkrampft in diese Positionen zu begibt, unterstützt man die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Beweglichkeit und trägt nicht nur auf körperlicher sondern auch auf energetischer Ebene dazu bei, dass man negative Emotionen loslassen können und uns offener, positiver und befreiter fühlen.