Unser moderner Lebensstil zwingt uns oft zum Sitzen. Wir sitzen bei der Arbeit am Schreibtisch, im Auto beim nach Hause fahren, am Esstisch und dann wieder auf dem Sofa. Viel Ausgleich schaffen wir nicht und so ist es nicht verwunderlich, dass es zu Problemen kommt.

Tief im Becken liegt beidseits der sog. Lenden-Darmbein-Muskel (Iliopsoas). Im Sitzen ist das Becken immer gebeugt und dabei wird der Iliopsoas verkürzt und gleichzeitig schlaff und inaktiv.

Je länger wir also in dieser sitzenden Haltung bleiben und nicht regelmäßig für ausreichenden Ausgleich sorgen (sprich: aufstehen, bewegen), desto mehr zieht der Psoas major (Teil des Iliopsoas) an seinem Ursprung an dem er befestigt ist, dem 12. Brustwirbelkörper und den ersten 4 Lendwirbelkörpern und drückt auf die dazu gehörigen Bandscheiben. Durch diesen Druck (auf die Nerven “Plexus lumbalis”) können Schmerzen entstehen.

Was ist zu tun?

Um dem Abhilfe zu schaffen, ist es sinnvoll, während des Arbeitens öfter mal aufzustehen, um die tiefe Beckenmuskulatur wieder zu lockern und zu strecken. Das Sitzen bzw. der verkürzte Muskel im Becken führt dazu, dass das Becken kippt und nicht mehr ausgeglichen ist. Um dem entgegen zu wirken, sollte auch die Bauchmuskulatur gekräftigt werden. Auch die Po- und die Oberschenkelmuskulatur leiden unter Nichtbenutzung und reagieren mit Verkürzung, sozusagen Resignation. Dies alles wirkt sich auf die gesamte Körperhaltung aus.

Somit ist klar, dass es viel angemessener Bewegung bedarf, um diese Strukturen wieder zu ihren natürlichen Funktionen zurückzuführen.

Yoga kann helfen durch die zahlreichen Dehnungen in den Bereichen des Beckens und der Beine die Balance wieder herzustellen indem es die festen Strukturen wieder löst.

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