Wir atmen fünfzehn bis zwanzig Atemzüge pro Minute. Pro Tag sind das insgesamt ca. 21.600 Atemzüge. Die alten Yogis haben herausgefunden, dass diese Anzahl sozusagen unser Budget ist, um ca. 100 Jahre lang zu leben.

Das bedeutet: wenn unser Atem immer ruhig und tief ist, gelingt es uns, lange zu leben. Das ist durchaus nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass es vor allem die stressigen Situationen im Leben sind, die Puls und Atmung zum Rasen bringen, die uns den Atem und damit Lebensenergie (Prana) rauben.

Leider haben die meisten von uns zu viele dieser Situationen und kommen so gar nicht aus dem Stress und der zu flachen, zu schnellen und unbewussten Atmung raus.

Während der bewussten Atmung nimmst Du den Moment achtsam wahr, bist konzentriert und wach. Die Großhirnrinde wird stimuliert, das Nervensystem, der Sympthatikus und Parasymphatikus ausgeglichen. Das hat Einfluss auf unsere Emotionen. In Stresssituationen kann es durchaus hilfreich sein, tief durchzuatmen. Dadurch wird der Geist beruhigt, man bekommt die Emotionen in Griff und man kann wieder klarer sehen und begreifen. Das kann man natürlich nur, wenn man es vorher ausreichend geübt hat.

Während einer Yogahaltung lernen wir genau das. Eine anstrengende Haltung kann in uns tatsächlich ein gewisses Maß an Stress auslösen. Indem man den Atem bewusst lenkt und ruhig hält, schafft man es aber ruhig zu bleiben, länger in einer Haltung zu bleiben, sie länger auszuhalten. So üben wir, den stressigen Alltag zu meistern und auch da immer klar, fokussiert und ruhig zu bleiben.

Lass Dir Deine Lebensenergie nicht rauben! Atme tief, bleibe ruhig, werde alt!

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