Im Yoga gibt es einige Atemtechniken (Pranayama). Eine davon kann während der gesamten Übungspraxis durchgeführt werden. Ihr Name ist Ujjayi-Atmung, sie kingt wie Darth Vader. Auch bekannt als der “siegreiche Atem” oder der “ozeanische Atem”

Dabei wird die Kehle verengt bzw. die Stimmritze kontrahiert. Dadurch entsteht ein rauschendes Geräusch, wie bei Darth Vader unter dem schwarzen Helm. Romantischer betrachtet könnte man dieses Geräusch auch mit Meeresrauschen vergleichen.
Aber egal, ob man sich für das Meer oder den dunklen Lord entscheidet: in beiden Fällen fokussiert man sich auf den eigenen Atem und minimiert Ablenkung. Das Nervensystem wird durch den verlängerten Atem beruhigt, der Körper erwärmt.

Wir beobachten also unseren Atem und schalten unsere Sinne aus bzw. auf Sparflamme, was man als Pratyahara bezeichnet. Die Konzentration (Dharana) wird gesteigert. So kommt man über das Äußere zum Inneren, vom Denken zum Fühlen. Wir lernen, uns selbst zuzuhören und nehmen den Atem auch durch Vibrationen wahr. Schnell merkt man eine eventuelle Überforderung oder Ablenkung in den Yogahaltungen, wenn der Atemfluss nicht mehr gleichmäßig ist oder unterbrochen wird.

Indem die Stimmritze verengt wird, hat die Luft einen größeren Widerstand zu überwinden, so dass die Atemmuskeln und die Atemhilfsmuskulatur einen größeren Kraftaufwand haben. Dadurch werden diese Muskeln (Zwerchfell, Zwischenrippenmuskulatur gestärkt und mit der Zeit erhöht sich das Lungenvolumen. Man sieht es dem Brustkorb irgendwann auch an, dass er weiter geworden ist. Wie die stolze Brust eines siegreichen Kriegers (-> siegreicher Atem).

Auch eine Reinigungsfunktion geht von der Ujjayi-Atmung aus. Die Luft gleitet über das Flimmerepithel der Atemwege und reißt Fremdkörper wie Staubpartikel, Pollen, Schleim und evtl. Keime mit.

Versuch es einfach mal in deiner nächsten Yogastunde. Wenn Du noch Fragen hast zur Ausführung, sprich mich einfach an.

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