Yoga – Religion

Manche fragen sich, ob Yoga etwas mit Religion zu tun hat. Immerhin dienen in Yogastudios teilweise hinduistische Götter der Dekoration und wenn Mantras gesungen werden, erinnert das an das “Vater Unser” der christlichen Kirche. Rituale sind nützlich, um Stabilität ins Leben zu bringen, Halt zu geben. So kann man unter anderem durch das Singen vertrauter Mantras oder einfach nur das “OM” schnell eine innere Ruhe erzielen, weil sich unser Geist fokussiert.

Vor ca. 5000 Jahren als Yoga begann, war er eng verknüpft mit den Veden (eine Sammlung religiös-philosophischer Texte aus dem Hinduismus). Für die Hindus ist Yoga ein Weg zum Ziel: Erlösung.

Das System des Yoga wurde geschaffen, um möglichst lange in einer Haltung verharren zu können, zu sitzen und sich in sich selbst zu versenken. Das geht besser, wenn der Körper flexibler ist: Mehr Flexibilität=längerer Meditationssitz. Man kann dies als spirituelle Praxis sehen aber nicht als Religion. Es wird niemand angebetet sondern lediglich Körper, Atem, Geist und Seele Einklang gebracht.

Man muss also nicht “vom Glauben abfallen” wenn man Yoga übt. Im Yoga geht es nur darum völlig undogmatisch, sich selbst und seinen persönlichen Weg zu finden, sich zu verwirklichen, um frei und glücklich zu werden.

Durch Meditation beruhigt sich der Geist. Die Gedanken, die sich oft drehen, abschweifen, in der Vergangenheit verweilen oder Zukunftsängste produzieren, werden zur Ruhe gebracht. So erreicht man seinen inneren Kern. Zur Meditation muss man nicht unbedingt immer still sitzen. Vielmehr ist (Vinyasa)-Yoga Meditation in Bewegung. Durch die Konzentration auf die Übungen, die sich bewegenden Körperbereiche und die Atmung, werden wir recht schnell unwichtige Gedanken los. Das ist Meditation.

Fazit: Yoga ist keine Religion, enthält keine Dogmen, führt aber durch das Zur-Ruhe-kommen der Gedanken zu mehr Achtsamkeit und bringt Dich zu Deiner inneren Quelle.

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